Jedes Semester hat im Qigong ein eigenes Thema — und diesmal ist es ein besonders bodenständiges: Muskeln und Knochen stärken. Klingt erst einmal nach Fitnessstudio. Ist es aber nicht. Was dahintersteckt, hat mit chinesischer Medizin zu tun, und das ist ehrlich gesagt interessanter als es zunächst klingt.

Was ist das Muskel- und Knochen-Qigong?

Das Muskel- und Knochen-Qigong ist ein Übungssystem innerhalb des Daoyin Yangsheng Gong — des medizinischen Qigong nach Prof. Zhang Guangde, das an der Sportuniversität Beijing entwickelt und gelehrt wird. Es ist keine moderne Erfindung, sondern ein strukturiertes Übungsset mit klarem Zweck: den Bewegungsapparat von innen heraus unterstützen.

„Von innen heraus“ — das ist der entscheidende Unterschied zu Dehnübungen oder klassischem Krafttraining. Das Muskel- und Knochen-Qigong spricht gezielt jene Funktionskreise an, die in der TCM für Muskeln, Sehnen und Knochen verantwortlich sind. Und da kommen fünf Organsysteme ins Spiel, die auf den ersten Blick überraschend wirken:

Niere & Blase
Wasser-Element

In der TCM gilt die Niere als Hüterin der Knochensubstanz. Schwache Knochen, Rückenschmerzen, schnelle Ermüdung — klassische Zeichen eines geschwächten Nieren-Qi.

Leber & Gallenblase
Holz-Element

Die Leber „herrscht über die Sehnen“. Verspannungen, eingeschränkte Beweglichkeit und Krämpfe gelten als Zeichen eines Leber-Ungleichgewichts.

Milz & Magen
Erde-Element

Die Milz versorgt Muskeln und Bindegewebe. Wer sich nach dem Essen schlapp fühlt oder unter Muskelschwäche leidet, kennt diesen Funktionskreis.

Das klingt ungewohnt — und das ist es auch, wenn man zum ersten Mal damit in Berührung kommt. Aber es ist kein Widerspruch zur westlichen Anatomie. Es ist ein anderes Ordnungssystem, das dieselbe Realität aus einem anderen Blickwinkel beschreibt. Und praktisch gesehen: Es funktioniert.

Wofür ist es gut — konkret gesprochen

Das Muskel- und Knochen-Qigong wurde entwickelt, um typischen Beschwerden unserer Zeit entgegenzuwirken. Die Liste liest sich wie eine Beschreibung des durchschnittlichen Büroalltags:

Ein kurzes Wort zur chinesischen Philosophie

Hinter all dem steht ein Grundgedanke, der so simpel ist, dass man ihn fast übersieht: Gesundheit ist kein Zustand, sondern ein Gleichgewicht. Die chinesische Medizin spricht von Yin und Yang — Ruhe und Aktivität, Innen und Außen, Regeneration und Leistung.

„Ziel ist es, in einer Welt der Extreme Yin und Yang ins Gleichgewicht zu bringen — und damit den rastlosen Geist unserer modernen Zivilisation zu beruhigen.“

Das Muskel- und Knochen-Qigong ist kein Trainingsprogramm, das den Körper „optimiert“. Es ist eine Methode, den Körper in Kommunikation mit sich selbst zu bringen — damit er das tun kann, was er eigentlich will: sich wohlfühlen und funktionieren.

Für wen ist dieser Kurs? Für alle, die sich mehr Beweglichkeit wünschen, einen verspannten Rücken mit sich herumtragen oder einfach das Gefühl haben, dass der Körper mehr Aufmerksamkeit verdient als er gerade bekommt. Keine Vorkenntnisse nötig. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene gemeinsam.

🕐 Dienstag, 18:00 – 19:30 Uhr · 1070 Wien, Neubau (U3 Zieglergasse) · Platz anfragen →

Kursinformation

Der Kurs findet im 7. Wiener Gemeindebezirk statt — gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Kursbeginn

Dienstag · 10. Februar 2026

Kurszeit

Dienstag · 18:00–19:30

Kursort

1070 Wien · Schottenfeldgasse 24

Kursbeitrag

€ 240,–

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