TCM Diabetes Qigong — Diabetes ist in der westlichen Medizin gut erforscht — und trotzdem bleibt für viele Betroffene die Frage offen: Warum reagiert der Körper so? Und was kann man selbst tun? Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet eine eigene Antwort darauf — eine, die den Menschen als Ganzes betrachtet und Zusammenhänge sichtbar macht, die in der Schulmedizin oft getrennt behandelt werden.

Auszug aus dem Skriptum „Stoffwechsel-Qigong„, System Daoyin Yangsheng Gong.
Gemäß der TCM wird Diabetes primär durch drei Faktoren begünstigt
- Konstitutionelle oder erworbene Schwäche der Speicherorgane — Von den 5 Speicherorganen betrifft es primär die Funktionskreisläufe von Niere, Milz und Lunge.
- Einseitige Ernährung — Diabetes wird meistens durch häufigen und länger andauernden Genuss fetter, süßer, scharfer bzw. salziger Lebensmittel begünstigt.
- Emotionale Faktoren — Starke psychische Belastungen wie Stress und Ärger schwächen das Leber-Qi. Grübeln und Sorgen belasten die „Milz“ und bewirken eine Stagnation des Qi in den Funktionskreisläufen Leber und Milz. Das kann zu innerer Hitze führen und dadurch ein starkes Durstgefühl erzeugen.
Für Diabetes sind hauptsächlich drei Aspekte charakteristisch
- Hitze im FK-Lunge (oberer Erwärmer) — Innere Hitze schwächt das Magen-Yin. Das Magen-Feuer schädigt das Lungen-Yin, wodurch pathogene Hitze in der Lunge entsteht. Der FK-Lunge kann den Körper nicht mehr ausreichend befeuchten — obwohl viel getrunken wird, bleibt ein starkes Durstgefühl bestehen.
- Hitze im FK-Magen (mittlerer Erwärmer) — Die Magenhitze verbrennt die Nahrung, ohne dass sie dem Körper zugute kommt. Aus diesem Grund essen Betroffene sehr viel, haben dennoch ein starkes Hungergefühl und nehmen mitunter sogar ab.
- Nieren-Yin-Mangel (unterer Erwärmer) — Bei Nieren-Yin-Mangel entsteht innere Hitze, die das Lungen-Yin schwächt. Ein schwaches Nieren-Yin kann das Nieren-Yang nicht mehr kontrollieren. Dieses steigt auf und kann seine Aufgabe — Kontrolle des Transports und der Ausscheidung im unteren Erwärmer — nicht mehr erfüllen. Die Flüssigkeit wird nicht mehr im Körper verteilt, sondern direkt zur Blase geleitet, was vermehrte Harnbildung verursacht.
Qigong als unterstützende Praxis
Die TCM-Perspektive zeigt: Diabetes ist kein isoliertes Problem des Blutzuckers, sondern ein Ungleichgewicht, das mehrere Organsysteme betrifft. Gezieltes Qigong kann helfen, den Qi-Fluss in diesen Bereichen wieder zu regulieren — sanft, kontinuierlich und ohne Nebenwirkungen. Besonders das Stoffwechsel-Qigong aus dem System Daoyin Yangsheng Gong ist darauf ausgerichtet.
Wenn du dieses Thema in der Praxis vertiefen möchtest, bist du herzlich willkommen in den Qigong-Kursen in Alland.